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Älterer Herr im Anzug lachend sitzend vor einem Monitor und die Hände hinter dem Kopf verschränkt

Arbeiten nach der Pensionierung

Zu früh für den Ruhestand
Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an, sang Udo Jürgens über die Rente. Aber vielleicht ist bei Ihnen noch lange nicht Schluss mit Arbeiten? Dann sollten Sie die Sache mit der AHV-Rente klären. Wollen Sie diese trotz Job beziehen oder lieber aufschieben? Und wie lange geht das überhaupt? Wir klären Sie über das Arbeiten nach der Pensionierung auf.
Von hundert auf null, das war früher. Die meisten Menschen möchten heute schrittweise vom Arbeitsleben in die Pensionierung übergehen. Rund ein Fünftel der Schweizerinnen und Schweizer gehen in den vorzeitigen Ruhestand – freiwillig oder unfreiwillig. Andere bleiben auch über das ordentliche Rentenalter hinaus berufstätig. Durch das schrittweise Reduzieren des Arbeitspensums über mehrere Jahre ist der Übergang nicht so abrupt: Sie können langjähriges Know-how an die nachfolgende Generation weitergeben und wertvolle Familien- und Freiwilligenarbeit ausbauen.

Wichtiges zum Arbeiten nach der Pensionierung

Arbeiten nach dem ordentlichen Rentenalter – 64 Jahre für Frauen, 65 Jahre für Männer – ist mit oder ohne Bezug von Vorsorgeleistungen möglich. Künftig sollen die AHV-Rente und die Pensionskassenrente flexibler werden dank teilweisem Vorbezug oder Aufschub. Wenn Sie nach der Pensionierung weiterarbeiten oder einen neuen Job anfangen, hat das unterschiedliche Konsequenzen für die Höhe der AHV-Rente, allfällige Pensionskassenbeiträge und die Ausgestaltung des Arbeitsvertrags.

Schieben Sie die AHV-Rente auf, erhöht sich dadurch später die jährliche Rente. Zahlen Sie weiterhin in die Pensionskasse ein, können Sie Ihr Vorsorgevermögen erhöhen und Steuern sparen. Das gleiche gilt für die Säule 3a. Allerdings sollten Sie sich auch fragen, wie lange ein Aufschub sinnvoll ist. Mit welcher Lebenserwartung können Sie rechnen?
Kahlköpfiger Mann betrachtet eine bunte Plastikrakete auf dem Tisch

AHV-Beiträge zahlen

Arbeiten Sie weiter? Dann müssen Sie auch weiter AHV-Beiträge zahlen. Allerdings nur, wenn Sie den Freibetrag von CHF 1’400 pro Monat oder CHF 16’800 pro Jahr überschreiten. Sehr praktisch: Wenn Sie verschiedene Jobs oder Arbeitgeber haben, können Sie den Freibetrag für jede Tätigkeit separat geltend machen. Diese AHV-Beiträge führen allerdings nicht mehr zu einer höheren Rente. Ist Ihr Ehepartner nicht erwerbstätig, aber noch AHV-pflichtig? Dann wird er oder sie von der Beitragspflicht befreit, wenn Sie einen bestimmten Betrag pro Jahr in die AHV einzahlen.

AHV-Rente aufschieben

Mit Lohn plus Rente haben Sie allenfalls ein höheres Einkommen als vorher. In diesem Fall müssen Sie höhere Steuern zahlen. Wenn Sie die AHV-Rente bis zu fünf Jahre nach hinten schieben, können Sie das vermeiden. Sie müssen den Aufschub allerdings spätestens ein Jahr nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters verlangen. Sonst zahlt Ihnen die AHV lebenslang eine Rente aus, was nicht rückgängig gemacht werden kann. Lohnt sich ein Aufschub für Sie? Die Antwort ist Ja, wenn Sie gesund sind und damit rechnen, 86 Jahre oder älter zu werden – oder aus steuerlichen Gründen. Schieben Sie die AHV-Rente ein Jahr nach hinten, steigt sie um 5,2 Prozent. Bei fünf Jahren sind es 31,5 Prozent.
Säulengrafik mit Auswirkung des Aufschubs in der AHV

Pensionskasse weiterführen

Wenn Ihr Arbeitgeber einverstanden ist, können Sie auch die Pensionskasse weiterführen. Einkommen und Rente zusammen führen sonst zu höheren Steuern. Aber die Weiterführung der Pensionskasse ist nicht immer sinnvoll. Versicherungsbeiträge für Tod und Invalidität nützen Ihnen nichts, da Sie ab dem ordentlichen Rentenalter keine IV-Rente mehr beziehen können. Wollen Sie später statt des Guthabens die Pensionskassenrente beziehen, sollten Sie sich den Umwandlungssatz gut anschauen. Er sollte höher sein und damit auch die jährliche Rente. Immerhin sind Sie durch das Weiterarbeiten weniger lange pensioniert und das Geld muss nicht so lange reichen.

Säule 3a weiterführen

Läuft die Pensionskasse weiter? Dann sollten Sie auch weiterhin in die Säule 3a einzahlen. Spätestens fünf Jahre nach der ordentlichen Pensionierung müssen Sie das Guthaben allerdings beziehen. Sind Sie keiner Pensionskasse angeschlossen, können Sie jährlich maximal 20 Prozent Ihres Einkommens in der Säule 3a sparen, höchstens aber CHF 34’416 (Stand 2022).

Gründe fürs Weiterarbeiten

Manche können die Pensionierung nicht erwarten, andere fühlen sich dafür viel zu jung. Die Voraussetzung ist, dass die Gesundheit es überhaupt zulässt. Die Beweggründe sind aber ganz unterschiedlich. Bei manchen stehen finanzielle Überlegungen im Vordergrund, andere schätzen die Arbeit an sich. Sie wollen die Bestätigung und das Gefühl, gebraucht zu werden oder geniessen den sozialen Austausch.

Rente verbessern

Wer länger arbeitet und dabei den Bezug von AHV-Rente und Pensionskassengelder aufschiebt, steht später mit einer besseren Rente da. Gleichzeitig können Sie mit dem Aufschub vermeiden, dass Sie aufgrund eines höheren Einkommens bestehend aus Lohn und Rente mehr Steuern zahlen. Mit einem Auszahlungsplan von Pax können Sie zudem weiter optimieren: Sie wählen eine individuelle Kombination aus garantierter Auszahlung und Geldanlage.

Was ist ein Auszahlungsplan? 

Lassen Sie Ihr Geld auch nach der Pensionierung weiter für sich arbeiten, ohne auf Sicherheit zu verzichten. Wir finden eine individuelle Lösung für Sie!

Aktiv bleiben

Mit Lohn plus Rente haben Sie allenfalls ein höheres Einkommen als vorher. In diesem Fall müssen Sie höhere Steuern zahlen. Wenn Sie die AHV-Rente bis zu fünf Jahre nach hinten schieben, können Sie das vermeiden. Sie müssen den Aufschub allerdings spätestens ein Jahr nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters verlangen. Sonst zahlt Ihnen die AHV lebenslang eine Rente aus, was nicht rückgängig gemacht werden kann. Lohnt sich ein Aufschub für Sie? Die Antwort ist Ja, wenn Sie gesund sind und damit rechnen, 86 Jahre oder älter zu werden – oder aus steuerlichen Gründen. Schieben Sie die AHV-Rente ein Jahr nach hinten, steigt sie um 5,2 Prozent. Bei fünf Jahren sind es 31,5 Prozent.

Know-how vermitteln

Wer ein Leben lang gearbeitet hat, weiss unglaublich viel. Gerade in Branchen mit Fachkräftemangel haben auch Unternehmen ein grosses Interesse daran, diese Know-how-Träger zu behalten. Indem sie auch nach dem ordentlichen Rentenalter in Teil- oder Vollzeit weiterarbeiten, kann das Wissen an die nächste Generation weitergegeben werden. 

Weiterbeschäftigung nach der Pensionierung finden

Wo sucht man einen Job mit 65? Heute gibt es einige Möglichkeiten für Menschen im ordentlichen Pensionsalter, ihre alte oder eine neue Tätigkeit zu finden. Ob stundenweise Aushilfe oder 100-Prozent-Pensum: Immer mehr Unternehmen bieten die Weiterarbeit nach dem ordentlichen Rentenalter an und es gibt darauf spezialisierte Jobvermittler. Auch eine selbstständige Erwerbstätigkeit ist möglich.

Bisheriger Arbeitgeber

Die aktuelle Tätigkeit kommt vielleicht für Sie nicht mehr in Frage. Sei es, dass das Unternehmen dafür eine jüngere Person möchte, sei es, dass Sie Ihr Pensum reduzieren wollen. Aber es gibt vielleicht andere Stellen, die passen. Ergreifen Sie früh genug die Initiative und bewerben Sie sich ein Jahr vor dem ordentlichen Pensionsalter mit einem frischen Lebenslauf bei Ihrem Arbeitgeber. 

Business-Netzwerk und Umfeld

Was in jungen Jahren gilt, ist auch später wahr: Am einfachsten findet man einen Job über das eigene Netzwerk oder das private Umfeld. Denken Sie also früh genug daran, sich auch mit jüngeren Leuten zu vernetzen. Die heutige Praktikantin könnte später mal Ihre Chefin sein.

Selbstständigkeit

Falls Sie’s bisher nicht gewagt haben, warum dann nicht jetzt? Mit dem Fachwissen und dem beruflichen Netzwerk aus Ihrer Berufstätigkeit bietet sich eine selbstständige Tätigkeit an. Sie können Ihr Know-how gezielt einbringen und sich auf das konzentrieren, was Ihnen wirklich Spass macht. Vielleicht in Teilzeit – Sie haben ja Anspruch auf die Rente.

Vermittlungsportale für Pensionierte

Haben Sie Lust auf einen Teilzeit-Job bei einer neuen Firma? Dann können Sie spezialisierte Vermittlungsportale für Rentner nutzen, z. B. arbeitsrentner.ch oder rentarentner.ch. Die Tätigkeit kann dabei weniger anspruchsvoll sein, als was Sie bisher gemacht haben. Wenn Sie aber das Konto aufbessern wollen oder den sozialen Kontakt schätzen, mag das weniger entscheidend sein. Ihr Alltag wird damit auf jeden Fall bunter.

Häufig gestellte Fragen zum Arbeiten nach der Pensionierung

Wie lange darf man nach der Pensionierung weiterarbeiten?

Sie können über das ordentliche Rentenalter hinaus weiterarbeiten. In diesem Fall können Sie den Bezug Ihrer AHV-Rente um bis zu fünf Jahre nach hinten verschieben: Sie können sich Ihre AHV-Rente also erst später auszahlen lassen. Aber Sie können auch arbeiten und gleichzeitig die AHV-Rente beziehen.

Was bedeutet der Freibetrag bei der AHV? Und wie hoch ist er?

Wenn Sie nach der Pensionierung weiterarbeiten, müssen Sie nur auf einen Teil Ihres Einkommens AHV-Beiträge bezahlen. Für den Anteil bis zum definierten Freibetrag sind Arbeitnehmende im Rentenalter nicht AHV-pflichtig. Das heisst konkret: Erst ab einem monatlichen Lohn von CHF 1’400.00 oder einem Jahreslohn von CHF 16’800.00 müssen AHV-Beiträge bezahlen. Und nur für den Teil, der diesen Freibetrag übersteigt.

Wird mein Einkommen nach der Pensionierung normal versteuert?

Ja, Sie müssen Ihr Einkommen auch nach der Pensionierung komplett versteuern.

Welche Abzüge werden nach der Pensionierung erhoben?

Personen, welche das ordentliche Rentenalter erreicht haben und weiter erwerbstätig sind, zahlen weiterhin Beiträge: an die AHV, die IV und die EO. Aber nicht an die Arbeitslosenversicherung (ALV). Sie erhalten aber einen Freibetrag.

Bezahle ich zu viele Beiträge?

Wenn Sie im Rentenalter sind, können Sie keine Arbeitslosengelder mehr beziehen, deshalb dürfen keine Abzüge für die ALV gemacht werden. Sie haben Anspruch auf die meisten Leistungen der Unfallversicherung – auch auf Taggeld. Sie haben aber nach Erreichen des Pensionsalters keinen Anspruch auf die Invalidenrente der Unfallversicherung: Prüfen Sie, ob die Beiträge angepasst werden können. Bei der Krankentaggeldversicherung sollten Sie prüfen, ob diese auch den Verdienstausfall von Rentnern versichert.

Soll ich mich anstellen lassen oder selbstständig melden?

Die Beiträge an die Sozialversicherungen im Rentenalter sind für Selbstständige relativ tief. Das betrifft vor allem die AHV-Beträge. Fragen Sie Ihren Arbeitgeber, ob er Sie allenfalls auf Mandatsbasis anstellen würde. Steuerlich kann sich das für Sie lohnen.
Ist mit 66 noch lange nicht Schluss? Dann arbeiten Sie doch einfach weiter. Unsere Expertinnen und Experten beraten Sie gerne zu finanziellen Fragen.

Verstehen Sie nur Bahnhof? Unser Ratgeber hilft Ihnen, die richtigen Antworten auf die richtigen Fragen zu finden. 

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Kontaktieren Sie uns. Wir sind für Sie da.
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