Pensionskassenrente oder Kapitalbezug
Was reinkommt, kommt auch wieder raus
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Was reinkommt, kommt auch wieder raus
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Haben Sie ein Leben lang gearbeitet und hatten einen guten Lohn? Dann kann es sein, dass Sie in der beruflichen Vorsorge ein kleines Vermögen angespart haben. Jetzt haben Sie die Wahl: Kapital auszahlen lassen oder monatliche Rente beziehen. Die Entscheidung hat einen grossen Einfluss auf Ihre finanzielle Situation nach der Pensionierung.
Können Sie sich nicht entscheiden, was Sie mit dem Geld in der beruflichen Vorsorge machen sollen? Das Guthaben auszahlen lassen oder doch lieber eine lebenslange Rente? Auch eine Kombination ist möglich, aber alle drei Varianten haben Vor- und Nachteile.
Die monatliche Rente aus der Pensionskasse ist eine sichere Sache. Sie erhalten die Rente garantiert bis zum Lebensende und das Anlagerisiko trägt die Pensionskasse für Sie. Auch wenn Sie sehr alt werden, haben Sie so ein monatliches Einkommen. Ihr Ehepartner und Ihre Kinder in Ausbildung sind dank Witwenrente und Kinderrente ebenfalls finanziell abgesichert. Die Teuerung wird in der Rente aber nicht berücksichtigt. Ihre Kaufkraft kann deshalb abnehmen. Und im Todesfall können Sie Ihre Pensionskassengelder nicht vererben.
Sie können Ihr PK-Guthaben auch als Kapital beziehen. Mit dieser Lösung sind Sie flexibler, aber Sie sind auch alleine für Ihre Finanzen verantwortlich. Immerhin muss das Geld bis zu Ihrem Lebensende reichen. Wenn Sie es gut anlegen, können Sie das Geld weiterhin für sich arbeiten lassen. Und wenn Sie nicht alles davon verbrauchen, können Sie es vererben. Wenn Sie Ihr Geld anlegen, können Sie mit Zinserträgen die Teuerung ausgleichen. Aber Sie tragen auch das Risiko von Verlusten. Sie brauchen also Zeit und Erfahrung oder eine gute Anlageberatung.
Warum nicht einfach eine Mischform? Beziehen Sie so viel Pensionskassengelder als Kapital, dass die monatliche Rente für Ihre Fixkosten reicht. Unser Tipp: Erstellen Sie ein Budget mit Einnahmen und Ausgaben inklusive Schulden wie Ihre Hypothek.
Als weitere Variante ist denkbar, dass ein Lebenspartner die Rente wählt und der andere das Kapital bezieht.
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Beide Optionen haben Vor- und Nachteile. Sie sollten sich diese bewusst machen und überlegen, was Ihnen wichtig ist. Die Wahl hängt ganz von Ihrer Lebenssituation und Ihrer Persönlichkeit ab.
| Rente | Kapital | |
|---|---|---|
| Vorteile | • Lebenslange, regelmässige Auszahlung • Umwandlungssatz garantiert hohen Zins • Pensionskasse kümmert sich um Geldanlage • Kinder in Ausbildung erhalten Kinderrente von 20 Prozent der Altersrente • Ehegatte erhält bis zum Tod Ehegattenrente | • Finanzielle Flexibilität • Geld kann im Todesfall vererbt werden • Chance auf höhere Renditen |
| Nachteile | • Ehegattenrente beträgt nur 60 Prozent der Altersrente • Im Todesfall ist das Geld verloren | • Kein regelmässiges Einkommen • Geldanlage auf eigenes Risiko und Gefahr von Verlusten • Ungewissheit über Lebenserwartung und Geldbedarf |
Wie viel Geld haben Sie in der Pensionskasse? Oft sind es mehrere hunderttausend Franken. Sie können sich ein Teil Ihres Kapitals auszahlen lassen. Dabei sollten Sie sich aber zuerst klar werden, was Ihre Ziele sind und wie Sie sich die Pensionierung vorstellen.
| Gründe für den Rentenbezug | Gründe für den Kapitalbezug | |
|---|---|---|
| Lebensumstände | • Sie sind gesund und haben eine hohe Lebenserwartung • Sie sind einiges älter als Ihre Partnerin oder Ihr Partner • Sie haben keine Erben | • Sie haben Kinder oder weitere Personen, die Sie finanziell unterstützen möchten • Sie wollen das Pensionskassenkapital später vererben |
| Know-how | • Sie haben wenig Erfahrung mit Kapitalanlagen • Fonds liegen Ihnen nicht • Sie haben zusätzlich Vermögen, das Sie flexibel anlegen können | • Sie wollen jederzeit und flexibel über Ihr Kapital verfügen können • Sie haben Erfahrung mit Kapitalanlagen • Sie haben keine Bedenken, in Fonds zu investieren |
| Einkommen | • Die Rente ist Ihr einziges Einkommen • Sie wünschen sich ein garantiertes monatliches Einkommen bis zum Lebensende • Die Steuern beim Kapitalbezug sind Ihnen zu hoch | • Sie möchten Versicherungsleistungen einkaufen, z. B. eine Leibrente |
Haben Sie aus der Pensionskasse Kapital bezogen? Dann müssen Sie dieses getrennt vom übrigen Einkommen zu einem tieferen Satz versteuern. Danach muss es als Vermögen versteuert werden. Wenn Sie Ihr Altersguthaben als Kapital wieder am Markt anlegen, müssen Sie auch die Kapitalerträge versteuern. Beziehen Sie dagegen eine Pensionskassenrente, zahlen Sie darauf Einkommenssteuer.
Überlegen Sie sich gut, wie Sie am besten Steuern sparen. Dazu können Sie die Weichen schon früh richtig stellen:
Können Sie es sich überhaupt leisten, das Kapital auszahlen zu lassen? Als Faustregel gilt: Wenn Sie mindestens CHF 500’000 in der Pensionskasse haben, lohnt sich eine Auszahlung. Denn erst ab einem gewissen Vermögen kann das Kapital genug Rendite abwerfen, damit ein regelmässiges Einkommen gewährleistet ist. Lassen Sie sich von unseren Expertinnen und Experten beraten.
Möchten Sie auch nach dem ordentlichen Rentenalter noch weiterarbeiten? Dann erfahren Sie mehr zum Thema Arbeiten nach der Pensionierung.
Wichtige finanzielle Entscheidungen sollten Sie immer mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin besprechen. Ist Ihr Mann deutlich jünger und arbeitet länger als Sie? Welchen Beruf hat Ihre Lebenspartnerin und wie steht es um ihre Finanzen?
Die Teuerung nimmt stetig zu, die Kaufkraft von Rentnerinnen und Rentnern schwindet. Denn die Rente wird der Inflation nicht angepasst. Mit einem Kapitalbezug können Sie Ihr Geld anlegen und von steigenden Zinserträgen profitieren.
Der Umwandlungssatz ist der Prozentsatz, mit welchem Ihr bei Pensionierung vorhandenes Altersguthaben in eine Altersrente umgerechnet wird. Der Mindestumwandlungssatz für den obligatorischen Teil beträgt 6,8 Prozent und ist im Gesetz festgelegt. Haben Sie also CHF 100’000 gespart, erhalten Sie jährlich CHF 6’800 als Rente. Für den überobligatorischen Teil darf die Pensionskasse den Umwandlungssatz selbst festlegen. Dieser ist meist deutlich tiefer.
Die Pensionierung ist ein komplexes Thema. Und für vieles braucht es eine gewisse Vorlaufzeit. Fragen Sie sich frühzeitig:
Lesen Sie mehr dazu, wie Sie Ihre Pensionierung planen können.
Ist mit 66 noch lange nicht Schluss? Dann arbeiten Sie doch einfach weiter.
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