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Das Schweizer Vorsorgesystem: vier Mythen und vier Fakten

Fake oder Fakt: Schweizer Vorsorgesystem – Mythen auf dem Prüfstand
Am Arbeitsplatz, in der Familie oder bei einem Drink – fast überall kann das Thema der finanziellen Vorsorge zur Sprache kommen. Dabei werden nicht nur Fakten geteilt, sondern auch für wahr Geglaubtes, was sich im Endeffekt als Halbwissen entpuppt.
Gerüchte entstehen schnell – auch was die berufliche und die private Vorsorge angeht. Sind sie erst im Umlauf, dann halten sie sich hartnäckig. Doch das Thema der finanziellen Vorsorge überrascht manchmal auch mit wenig bekannten Fakten. Wir bringen Klarheit ins Bild und behandeln vier Mythen und vier Fakten rund um das Schweizer Vorsorgewesen: damit Sie die Vorurteile von den Tatsachen unterscheiden können.  

Die Mythen

Bei den heutigen tiefen Zinsen lässt sich sowieso keine Rendite für die Rente mehr erzielen

Tatsächlich haben Vorsorgeeinrichtungen es aktuell nicht leicht, attraktive Renditen anzubieten. Das hat vor allem mit regulatorischen Einschränkungen, hohen Garantien im BVG Umwandlungssatz sowie dem Mindestzins zu tun. 

Trotz der anspruchsvollen Situation an den Finanzmärkten wurde jedoch der Mindestzins für das obligatorische Altersguthaben auch für 2023 in der Höhe von einem Prozent bestätigt. Welches Sparkonto vergibt solche Verzinsungen?

Mit ein wenig Fingerspitzengefühl lässt sich ausserdem im Bereich der privaten Vorsorge Rendite erzielen. Dafür sollten Sie die Gelder geschickt anlegen – und damit Sie das machen können, benötigen Sie vor allem zwei Sachen: die Wahl der Vorsorgelösung und eine genaue Anlagestrategie. Ein gesunder Mix aus Risiko und Sicherheit ermöglicht zum Beispiel, nach wie vor einen soliden Ertrag für die Rente zu erwirtschaften.

Falls Sie finanziell versiert sind, können Sie die Vorsorgelösung selbstständig wählen und die Anlagestrategie mitgestalten. Sollten Sie jedoch Unsicherheiten haben, dann empfiehlt es sich, eine Beratung bei der Vorsorgeeinrichtung Ihrer Wahl einzuholen.  

Wenn ich selbstständig spare, ist das effektiver, als eine dritte Säule anzulegen

Das ist in den wenigsten Fällen so. Bei erfahrenen Investoren und Tradern kann das eine durchaus plausible Lösung sein. Wer sich jedoch bei Fragen der Anlagestrategie und von Investments nicht am Puls der Zeit befindet und das Geld auf dem Konto anhäuft, für den ist ein anderer Ansatz empfehlenswert: Gerade in Zeiten der Inflation ist das Sparen im herkömmlichen Sinn wenig empfehlenswert, da sich der effektive Wert des Ersparten auf dem Konto vermindert.

Vorsorgelösungen wie zum Beispiel der Auszahlungsplan erlauben, effektiv und an die individuelle Situation angepasst in den goldenen Lebensabend zu investieren.  

Meine Einzahlung in die Säule 3a kann ich später nachholen

«Vorsorge» tönt für viele nach entfernter Zukunft. Bei ihr gilt jedoch: je früher, desto besser. Das mag für junge Menschen nach unnötigen Verpflichtungen klingen, doch die langfristige Investition in Vorsorge ermöglicht zum Beispiel auch, von steigenden Aktienkursen zu profitieren.

Der grösste Anreiz bleibt jedoch die Steuerersparnis, die mit der Einzahlung in die Säule 3a einhergeht. Weiter unterschätzen viele das Risiko, im Laufe der Berufslaufbahn Arbeits- oder Erwerbsunfähig zu werden.

Sie können in die dritte Säule einzahlen, sobald Sie ein steuerpflichtiges Einkommen haben. Daher macht es Sinn, von jung auf kleine Beträge für die gebundene Vorsorge aufzuwenden. Sind Sie Studentin oder Student? Oder jobben Sie während einer anderen Ausbildung? Das ist kein Problem. Denn auch mit einem Nebenjob haben Sie die Möglichkeit, in die Säule 3a einzuzahlen.  

Nichterwerbstätige dürfen nicht in die Säule 3a einzahlen

Das stimmt nicht ganz. Solange Sie als nicht erwerbstätige Person Taggelder der Arbeitslosenversicherung erhalten, können Sie Beiträge in die Säule 3a einzahlen. Das setzt voraus, dass der Erwerbsausfall vorübergehend ist. Das ist zum Beispiel auch beim Militärdienst und bei Krankheit der Fall.

Bei längeren Erwerbsausfällen können Sie keine Beiträge in die Säule 3a einzahlen: so etwa, wenn Sie in Vollzeit als Hausfrau oder Hausmann tätig sind, eine lange Babypause machen oder Ähnliches.

Für die Säule 3b bestehen keine besonderen Erfordernisse.

Bei Pax haben Sie die Möglichkeit, einen Vorsorgewechsel vorzunehmen. Wenn Sie zum Beispiel eine Babypause planen, können wir Sie individuell beraten und gemeinsam mit Ihnen die beste Vorsorgelösung für Ihre Lebenssituation finden.
Mann in Wanderschuhen balancierend auf einem Baumstamm
Mann sitzend auf einem Floss mit Zelt darauf, der auf einem See schwimmt

Die Fakten

Ein hoher Umwandlungssatz bringt nicht in jedem Fall mehr Rente 

Der Umwandlungssatz – davon hängt die Höhe Ihrer Altersrente ab, wenn er mit dem vorhandenen Altersguthaben multipliziert wird. Doch ein hoher Umwandlungssatz bringt als solches nicht immer mehr Rente: Denn wer nur obligatorisch versichert ist, hat einen garantierten Umwandlungssatz von 6.8 Prozent. Wer allerdings überobligatorisch versichert ist und sich auf die Pensionierung zubewegt, hat in der Regel einen tieferen Prozentsatz.

Bei der überobligatorischen Versicherung kann die Vorsorgeeinrichtung den Wert des Umwandlungssatzes eigenständig festlegen. Die effektive Altersrente hängt deshalb von der Aufteilung zwischen Obligatorium und Überobligatorium ab. Die Sterblichkeit hat sich seit der Festlegung des Umwandlungssatzes verringert und die Zinsen sind ebenso gesunken: deshalb sind viele Pensionskassen gezwungen, den Umwandlungssatz zu senken. 

Die eigenen Ausgaben werden sich im Ruhestand vielleicht ändern, sinken jedoch nicht unbedingt 

Falls Sie gerne reisen, diversen Hobbys nachgehen und Ihre Träume in der Pension verwirklichen können, dann sinken Ihre Lebenskosten im Ruhestand nicht unbedingt. Sie verlagern sich viel mehr.

Ausgaben für den Arbeitsweg, Verpflegung während der Arbeitszeit sowie Berufskleidung fallen weg – ebenso nehmen zum Beispiel die Kosten für die Vorsorge und für gewisse Versicherungen ab. Hingegen nehmen die Kosten für Reisen, Hobbys und für die gesundheitliche Vorsorge zu – und die Steuern sinken weniger als erwartet.

In vielen Fällen nehmen die Kosten aufgrund dieser Verlagerung nicht bedeutend ab. Daher ist es wichtig, eine individuelle und übersichtliche Budgetplanung durchzuführen: Nur wenn Sie wissen, wie viel Geld Sie nach der Pension benötigen, können Sie dementsprechend vorplanen.  

Die finanzielle Vorsorge für Frauen kommt oft zu kurz

Das ist leider so – und ist vor allem aufgrund des dominierenden Haushaltsbild der Fall: Frauen sparen in der Schweiz rund ein Drittel weniger als Männer. Das ist vor allem bei Frauen der Fall, die in Teilzeit arbeiten, eine längere Babypause hatten oder sich hauptsächlich um die Familie kümmern. Dabei können schnell Vorsorgelücken entstehen, die sich dann im Alter rächen.

Deshalb sollten möglichst wenig Lücken in der beruflichen Vorsorge entstehen. Bei der privaten Vorsorge macht es auch für Hausfrauen Sinn, gemeinsam mit dem Partner fürs Alter zu investieren.  

Wenn man älter ist, lohnt es sich mit der Vorsorge trotzdem noch

Auch wenn Sie sich möglichst früh darum kümmern sollten: Es ist so gut wie nie zu spät, etwas für Ihre Vorsorge zu tun. Jedoch ist es bei vorhandenen Vorsorgelücken im Alter wichtig, einen genauen Blick auf Ihre individuelle Vorsorgesituation zu werfen. Nur so lässt sich eine Strategie entwickeln, die effizient, zielgerichtet und realistisch ist.
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