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Planung der Altersvorsorge 

Finanziell bereit für die Pension

Vorsorge beginnt nicht erst mit der Pensionierung. Sie legt den Grundstein für finanzielle Stabilität und Gelassenheit – heute und in Zukunft. Ob beim Start ins Berufsleben oder kurz vor dem Ruhestand: Wer seine Vorsorge aktiv gestaltet, bleibt flexibel, nutzt steuerliche Vorteile und sichert den gewohnten Lebensstandard langfristig ab. 

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Origami Baum

Clever planen, entspannt leben

Die Altersvorsorge klingt oft trocken, aber sie ist wie ein Abenteuer in drei Akten. Je besser Sie die Story kennen, desto entspannter wird Ihr Leben danach. Im folgenden Video erhalten Sie einen kompakten Überblick über die wichtigsten Grundlagen.

Früh planen, clever vorsorgen: Ihre drei Phasen zur optimalen Altersvorsorge

Aufbauphase: Früh starten lohnt sich

Stellen Sie sich vor, Sie pflanzen einen Baum. Je früher Sie ihn einsetzen, desto grösser wird er, desto stärker die Äste und desto mehr Früchte trägt er. Genauso funktioniert es mit der Vorsorge. Wer schon beim Einstieg ins Berufsleben kleine Beträge zurücklegt, profitiert später doppelt. Zum einen vom Zinseszinseffekt, zum anderen von steuerlichen Vorteilen.

Warum das wichtig ist:

  • Zinseszinseffekt: 100 Franken heute können in 40 Jahren viel mehr sein, als Sie denken
  • Steuern sparen: Einzahlungen in die Säule 3a senken Ihr steuerpflichtiges Einkommen
  • Flexibel bleiben: Ob Bankkonto oder Versicherung, Sie finden eine Lösung, die zu Ihrer Lebenssituation passt

Ein Beispiel:
Wenn Sie mit 25 Jahren jährlich 3000 CHF sparen, haben Sie mit 65 bei 2 Prozent Rendite rund 220 000 CHF auf dem Konto. Starten Sie erst mit 40, müssen Sie fast das Doppelte einzahlen, um auf denselben Betrag zu kommen.

Früh starten lohnt sich also immer.

Planungsphase: 5–10 Jahre vor der Pensionierung

Jetzt wird aus lockerem Sparen echtes Planen. Die entscheidende Frage lautet: Wie möchten Sie später leben?
Möchten Sie reisen, ein Haus renovieren oder einfach sorgenfrei den Alltag geniessen?

Darauf sollten Sie achten:

  • Rente oder Kapital: Möchten Sie jeden Monat eine feste Summe oder einmalig Ihr Erspartes beziehen
  • Steuern clever planen: Verschiedene Bezugsoptionen können die Steuerlast deutlich reduzieren
  • Fristen und Anträge im Blick: Wer rechtzeitig handelt, vermeidet unnötigen Stress

Tipp:
Ab 50 lohnt sich ein Vorsorge-Check besonders. So gewinnen Sie Klarheit über Ihre Situation und genügend Handlungsspielraum, um noch nachzujustieren.

Umsetzungsphase: Wenn es ernst wird

Der Ruhestand steht vor der Tür. Zeit, die Früchte Ihrer Vorsorge zu geniessen. Die Entscheidungen über Auszahlungen können Ihre finanzielle Freiheit stark beeinflussen.

Damit Sie Ihren gewohnten Lebensstandard im Alter halten, lohnt sich ein Blick in diesen Ratgeber.

Optionen und Hinweise:

  • Rente oder Kapital: Die Wahl hängt von Ihrer Lebenssituation und Ihren weiteren Absicherungen ab
  • Mehrere 3a-Konten: Gestaffelte Auszahlungen können steuerlich sehr vorteilhaft sein
  • Formalitäten beachten: Fristen, Anträge, Wohnsitzwechsel oder selbstständige Tätigkeiten alles will geplant sein

Am Ende geht es darum, dass Sie entspannt in den neuen Lebensabschnitt starten, ohne finanzielle Überraschungen.

Modelle des Pensionseintritts

In der Schweiz gibt es verschiedene Modelle für den Übergang in den Ruhestand. Ob ordentliche Pension, Teilpensionierung oder Aufschub – jede Variante hat finanzielle Auswirkungen.

Ordentliche Pensionierung 

Das Rentenalter liegt in der Schweiz für Frauen und Männer gleichermassen bei 65 Jahren. Ab diesem Zeitpunkt können sowohl die AHV-Leistungen aus der 1. Säule als auch die Renten oder Kapitalbezüge aus der Pensionskasse der 2. Säule in Anspruch genommen werden.

Wie hoch die AHV-Rente tatsächlich ausfällt, hängt stark vom individuellen Lebenslauf ab: Entscheidend sind die Anzahl der geleisteten Beitragsjahre sowie das durchschnittliche Einkommen. Wer in jedem beitragspflichtigen Jahr lückenlos einbezahlt hat, erhält eine Vollrente. Fehlen Beitragsjahre, wird die AHV-Rente dauerhaft gekürzt – eine Reduktion, die sich über das ganze Leben hinweg bemerkbar macht.

In der Pensionskasse wiederum wird das angesparte Altersguthaben mit einem festgelegten Umwandlungssatz in eine jährliche Rente umgerechnet. Viele Kassen erlauben zudem, einen Teil des Guthabens als Kapital zu beziehen – ein finanzieller Spielraum, der je nach Lebensplanung sehr wertvoll sein kann.

Auch die private Vorsorge der Säulen 3a und 3b bietet die Möglichkeit, sich das angesparte Vermögen auszahlen zu lassen. Damit lässt sich der Übertritt in die Pension gezielt gestalten – abgestimmt auf persönliche Prioritäten und finanzielle Ziele.

Teilpensionierung 

Ab etwa 58 Jahren eröffnet sich eine neue Freiheit: der gleitende Übergang in die Pension. Viele entscheiden sich dafür, nur noch einen Teil zu arbeiten, zum Beispiel 60 Prozent, und den fehlenden Anteil bereits als Rente oder Kapital zu beziehen. So entsteht ein sanfter Wechsel vom Berufsleben in den Ruhestand.

Bei der AHV ist ein Vorbezug bis zu zwei Jahre vor dem ordentlichen Rentenalter möglich. Wer sich dafür entscheidet, muss allerdings wissen: Die Rente wird dauerhaft gekürzt – ein Schritt, der gut durchgerechnet sein will.

Auch in der Pensionskasse hat ein früherer Rückzug spürbare Folgen. Durch die reduzierte Erwerbstätigkeit werden weniger Beiträge einbezahlt, wodurch das angesparte Kapital und damit letztlich auch die Rente sinken. Gleichzeitig gibt es Gestaltungsspielraum: Wenn das Reglement es erlaubt, kann man das Arbeitspensum gezielt reduzieren und trotzdem weiter einzahlen. Das stabilisiert den späteren Rentenanspruch und sorgt dafür, dass der Übergang finanziell abgefedert bleibt.

Aufgeschobene Pensionierung

Wer sich zu fit fühlt, um einfach aufzuhören, muss das auch nicht tun. In der Schweiz gibt es verschiedene Wege, über das ordentliche Rentenalter hinaus weiterzuarbeiten und das kann sich sogar lohnen. Die AHV erlaubt es, den Rentenbezug um bis zu fünf Jahre zu verschieben. Wer diesen Aufschub nutzt, profitiert in der Regel von einer höheren monatlichen Rente.

Auch in der Pensionskasse ist ein späterer Rentenstart oft möglich: Viele Reglemente sehen vor, dass das Altersguthaben erst nach 65, teilweise sogar bis 70, bezogen werden kann. Und selbst in der privaten Vorsorge der 3. Säule gibt es Spielraum. Wer weiter arbeitet, kann den Kapitalbezug in vielen Fällen ebenfalls nach hinten schieben.

Tipps und Hinweise zum Arbeiten nach der Pensionierung finden Sie in unserem Ratgeber.

So kann Weiterarbeiten nicht nur eine Frage der persönlichen Energie sein, sondern auch eine strategische Entscheidung für eine stärkere finanzielle Basis. 

Tipp:
Früh vorsorgen und Säule 3a nutzen – so bauen Sie langfristig ein flexibles und steueroptimiertes Fundament für Ihren Ruhestand auf.

Mehr Klarheit für den Ruhestand 

Die Pensionierung ist ein grosser Einschnitt im Leben – und wirft oft viele Fragen auf. Wie viel Geld steht mir nach der Pensionierung tatsächlich zur Verfügung? Kann ich es mir leisten, schon früher in den Ruhestand zu treten? Und wie verändert sich mein Lebensstandard, wenn das Erwerbseinkommen wegfällt? Unsere Ratgeber helfen Ihnen dabei, diese wichtigen Themen rechtzeitig anzugehen.  

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