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Eigenheim finanzieren

Der Weg zum eigenen Zuhause

Ein Zuhause ist weit mehr als vier Wände. Es ist der Ort, an dem man ankommt, Kraft schöpft und Zukunft gestaltet. Für viele ist Wohneigentum ein Lebenstraum – und eine der grössten finanziellen Entscheidungen überhaupt. Wer den Schritt ins Eigenheim wagt, legt den Grundstein für Sicherheit, Beständigkeit und langfristige Unabhängigkeit. 

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Finanzierung von Wohneigentum: So planen Sie clever

Der Traum vom Eigenheim beginnt oft mit einer Frage: Was kann ich mir eigentlich leisten? Wer hier ehrlich zu sich selbst ist und frühzeitig die eigene finanzielle Situation kennt, vermeidet böse Überraschungen und plant realistisch. Denn es geht nicht nur darum, eine Immobilie zu kaufen, sondern sie langfristig sicher zu tragen.

Stellen Sie sich vor, Sie gehen in ein Möbelgeschäft. Sie sehen ein schönes Sofa, das perfekt in Ihr Wohnzimmer passt. Bevor Sie es kaufen, schauen Sie auf Ihr Konto und rechnen aus, ob Sie sich das leisten können, ohne sich zu überlasten. Genau so funktioniert es mit einem Eigenheim.

Drei Phasen – ein Ziel: sicher ins Eigenheim

Wer ein Eigenheim erwerben möchte, durchläuft im Wesentlichen drei Phasen, die jeweils unterschiedliche Schwerpunkte erfordern:

Suchphase

Was kann ich mir leisten?

Finanzierungsphase

Wie kann ich es finanzieren?

Besitzphase

Eigentum sichern und Tragbarkeit langfristig gewährleisten

Suchphase: Was kann ich mir leisten?

Bevor Sie sich in den Immobilienmarkt stürzen, lohnt sich ein realistischer Blick auf Ihr Budget.

Die Faustregel lautet: Wohnkosten wie Zinsen, Amortisation und Unterhalt sollten nicht mehr als etwa ein Drittel Ihres Bruttoeinkommens ausmachen.

Ein Beispiel:
Wenn Sie 100 000 Franken jährlich verdienen, sollten die monatlichen Kosten für Ihr Eigenheim inklusive Nebenkosten etwa 2800 Franken nicht überschreiten.

Auch das Eigenkapital spielt eine Rolle. Mindestens 20 Prozent des Kaufpreises sollten Sie beisteuern, davon zehn Prozent aus liquiden Mitteln wie Ersparnissen oder Säule 3a. Wer früh plant und clever spart, merkt oft erstaunt, wie schnell das Traumhaus erreichbar wird. Online-Rechner oder eine Finanzierungsberatung helfen, Ihr mögliches Kaufbudget genau zu bestimmen.

Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Tragbarkeit: Wohnkosten (Zinsen, Amortisation, Unterhalt) sollten nicht mehr als rund ein Drittel des Bruttoeinkommens ausmachen.
  • Eigenkapital: Mindestens 20 % des Kaufpreises, davon 10 % aus «hartem» Eigenkapital (z. B. Ersparnisse, Säule 3a).
  • Vorbereitung: Frühzeitige Budgetplanung schafft Transparenz – oft zeigt sich, dass gezieltes Sparen Eigentum schneller erreichbar macht.

Tipp: Online-Rechner oder eine Finanzierungsberatung helfen, die individuelle Tragbarkeit und das mögliche Kaufbudget zu ermitteln.

Finanzierungsphase: Wie kann ich es finanzieren?

Wenn Sie das passende Objekt gefunden haben, beginnt der spannende Teil: die Finanzierung. Hier gibt es viele Möglichkeiten, und jede Entscheidung wirkt sich auf Ihre finanzielle Freiheit aus.

Vielleicht entscheiden Sie sich für eine Festhypothek, weil Sie die monatlichen Kosten konstant halten möchten, oder eine SARON-Hypothek, wenn Sie flexibel bleiben wollen. Eigenmittel aus der 2. Säule oder Säule 3a können bezogen oder verpfändet werden. Der Unterschied: Bezug erhöht Ihr Eigenkapital sofort, reduziert aber Ihre Vorsorgeleistungen, Verpfändung sichert die Vorsorge und erhöht die Hypothek.

Ein Beispiel:
Frau Meier möchte ein Haus im Wert von 1'000'000 Franken kaufen. Sie setzt 100'000 Franken als Eigenkapital ein und verpfändet weitere 100'000 Franken aus ihrer Pensionskasse. Die erste Hypothek deckt 65 Prozent, die zweite 15 Prozent. Durch die indirekte Amortisation über Säule 3a kann sie Steuern sparen und die monatliche Belastung besser steuern.

Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Hypotheken: Wahl zwischen Fest-, SARON- oder variabler Hypothek – oder Kombinationen (Tranchen) für mehr Flexibilität.
  • Eigenmittel aus Vorsorge: Gelder aus der 2. Säule (Pensionskasse) oder Säule 3a können bezogen oder verpfändet werden.
  • Bezug: Erhöht Eigenkapital, reduziert aber Vorsorgeleistungen.
  • Verpfändung: Sichert Vorsorge, erhöht jedoch die Hypothek.

Amortisation:

  • Direkt: Hypothekarschuld wird effektiv reduziert.
  • Indirekt: Rückzahlung über Säule 3a – steuerlich vorteilhaft.

Wichtig: Eine sorgfältige Planung berücksichtigt steuerliche und vorsorgerechtliche Aspekte. Wer hier eine ganzheitliche Beratung nutzt, spart langfristig Zeit, Geld und Nerven.

Besitzphase: Eigentum sichern und Tragbarkeit langfristig gewährleisten

Der Kauf ist abgeschlossen, aber nun beginnt die Verantwortung. Ein Eigenheim nachhaltig tragbar zu halten, ist genauso wichtig wie der Kauf selbst.

Regelmässige Kostenkontrolle ist ein Muss. Hypotheken sollten überprüft und Refinanzierungsmöglichkeiten verglichen werden. Zudem sollten Sie im Ernstfall abgesichert sein, etwa bei Tod oder Erwerbsunfähigkeit des Hauptverdieners, damit das Haus nicht zur Last wird. Unterhalt und Rücklagen sind ebenfalls entscheidend. Planen Sie etwa ein Prozent des Immobilienwerts pro Jahr ein, um Reparaturen oder Renovierungen zu finanzieren.

Ein Beispiel:
Familie Kunz hat ihr Haus gekauft und legt monatlich 500 Franken für Reparaturen und Sanierungen zur Seite. Nach einigen Jahren können sie eine energetische Sanierung durchführen, ohne dass ihr Budget überstrapaziert wird.

Nachhaltige Planung sorgt dafür, dass das Eigenheim auch in herausfordernden Lebenssituationen tragbar bleibt. So geniessen Sie Sicherheit für sich und Ihre Familie und können entspannt wohnen.

Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

Nach dem Kauf beginnt die Verantwortung, das Eigenheim nachhaltig tragbar zu halten:

  • Kostenoptimierung: Hypotheken regelmässig überprüfen, Refinanzierungsmöglichkeiten vergleichen.
  • Sicherung im Ernstfall: Absicherung bei Tod oder Erwerbsunfähigkeit des Hauptverdieners – damit das Eigenheim nicht zur Belastung wird.
  • Unterhalt & Rücklagen: Laufende Kosten realistisch einplanen (ca. 1 % des Immobilienwerts pro Jahr).
  • Nachhaltige Planung: Energetische Sanierungen und Werterhalt im Blick behalten.

Hinweis: Ein Eigenheim sollte auch in herausfordernden Lebenssituationen tragbar bleiben – Sicherheit für Sie und Ihre Familie ist entscheidend.

Tipp:
Eine frühzeitige und detaillierte Budgetplanung ist der Schlüssel, um sich ein Eigenheim realistisch leisten zu können – Online-Rechner und Finanzierungsberatung bieten dabei wertvolle Orientierung.

Die drei Säulen der Finanzierung im Überblick

Wer diese drei Säulen beachtet, schafft ein stabiles finanzielles Fundament und kann das Eigenheim geniessen, ohne dass die Finanzen zur Belastung werden.

Tragbarkeit

Die Tragbarkeit stellt sicher, dass Zinsen, Amortisation und Nebenkosten zusammen maximal ein Drittel des Bruttoeinkommens ausmachen. Dafür wird mit einem vorsorglich höheren Zinssatz gerechnet und die Nebenkosten pauschal auf Basis des Immobilienwerts bestimmt.

Eigenkapital

Für den Immobilienerwerb benötigen Sie in der Regel 20 % Eigenkapital: mindestens 10 % in Form liquider Mittel wie Ersparnisse oder Säule 3a sowie weitere 10 % aus der Pensionskasse – entweder über einen Vorbezug oder eine Verpfändung.

Hypothek

Die erste Hypothek deckt bis zu 65 % des Immobilienwerts ohne Amortisationspflicht, die zweite bis zu 15 % mit Rückzahlung über 15 Jahre oder bis zur Pension. Die Hypothekarform kann als Fest- oder SARON-Hypothek gewählt werden, die Amortisation erfolgt direkt oder über die Säule 3a.

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