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Schweizer Familienbarometer 2026

Was Familien in der Schweiz bewegt

Pax und Pro Familia Schweiz präsentieren die vierte Ausgabe des Schweizer Familienbarometers.
Eine Lineart-Zeichnung einer Familie in Bewergung
Auf dem Bild sieht man eine Bürosituation mit viel Dynamik.
von Pax NewsroomMedienstelle
Veröffentlichung: 12.03.2026
  • Geld bleibt Top-Thema: Krankenkassenprämien und steigende Preise beschäftigen Familien in der Schweiz am meisten.

  • Die Zufriedenheit mit dem eigenen Familienleben ist hoch, die Erwartungen an die zukünftige Situation von Familien bleiben pessimistisch.

  • Familien wünschen sich bei der Medienerziehung vor allem Unterstützung durch Plattformbetreiber und Schulen.

  • Die meisten Eltern trauen sich zu, ihrem Nachwuchs den richtigen Umgang mit Geld zu vermitteln. Knapp die Hälfte möchte zusätzliche Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche.

  • Mütter und Väter stehen bei der Erziehung zu Finanzthemen ähnlich oft in der Verantwortung.

Mit dem Schweizer Familienbarometer liefern Pro Familia Schweiz und Pax jährlich fundierte Einblicke in die Lebensrealität von Familien in der Schweiz und schaffen eine Datengrundlage für politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Diskussionen. Für die vierte Ausgabe hat das Beratungs- und Forschungsunternehmen Empiricon AG 2'036 Familien aus allen Regionen der Schweiz in einer repräsentativen Erhebung befragt. Die Untersuchung zeigt auf, was Familien bewegt, beleuchtet ihre Zufriedenheit und Perspektiven und bespricht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Themen Finanzen und Vorsorge. Die diesjährige Ausgabe behandelt zudem schwerpunktmässig den Umgang mit digitalen Medien und die Vermittlung von Finanzwissen. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgte differenziert nach Sprachregion, Anzahl und Alter der Kinder, Familientyp und Haushaltseinkommen.

Der vollständige Bericht «Schweizer Familienbarometer 2026 – Was Familien in der Schweiz bewegt» ist unter familienbarometer.chabrufbar. Ausgewählte Ergebnisse im Überblick:

Geld bleibt für Familien in der Schweiz Top-Thema

Krankenkassenprämien gehören für 49 Prozent und steigende Preise für 37 Prozent der befragten Familien zu den Themen, die sie am stärksten beschäftigen. Als weitere Themen folgen Gesundheit (26 Prozent), Wohnkosten (25 Prozent), Schulwesen und Bildungspolitik (23 Prozent) sowie Umgang mit Medien und Social Media (22 Prozent), die jeweils eine ähnlich hohe Relevanz aufweisen. Beim Thema Umgang mit Medien und Social Media setzt sich der Trend zunehmender Wichtigkeit fort, während die Relevanz von Klimawandel und Umweltschutz für Familien in der Schweiz tendenziell weiter abnimmt.

Regionale Unterschiede bei der Bedeutung von Jugendgewalt, Schulwesen und Social Media

Während Jugendgewalt 23 Prozent der Familien im Tessin und 22 Prozent in der Romandie stark beschäftigt, sind es in der Deutschschweiz nur 7 Prozent. Schulwesen und Bildungspolitik beschäftigen dagegen Familien in der Deutschschweiz mit 29 Prozent stärker als Familien in der Romandie (13 Prozent) und im Tessin (9 Prozent). Ähnlich ist das Bild beim Umgang mit Medien und Social Media, der 27 Prozent der Familien in der Deutschschweiz stark beschäftigt, während es in der Romandie 13 Prozent und im Tessin 10 Prozent sind.

Familien sind zufrieden im Jetzt, bleiben aber pessimistisch für die Zukunft

Die grosse Mehrheit (79 Prozent) der Befragten gibt an, mit ihrem Familienleben eher zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. Tendenziell etwas tiefere Werte zeigen Ein-Eltern-Familienhaushalte (72 Prozent) und Familien im Tessin (74 Prozent). Die Werte bleiben damit insgesamt auf hohem Niveau. Gleichzeitig erwarten 76 Prozent, dass sich die allgemeine Situation für Familien in der Schweiz über die kommenden drei Jahre eher oder stark verschlechtern wird.

Digitale Mediennutzung beeinflusst Familienleben positiv wie negativ

32 Prozent der befragten Familien verbringen bewusst gemeinsam Zeit mit digitalen Medien, wie Filmen, Musik oder Spielen. Gleichzeitig sagen 31 Prozent, dass die gemeinsame Zeit als Familie durch den Medienkonsum abnimmt. Bei 24 Prozent der Familien führt der digitale Medienkonsum zu mehr Streit und Diskussionen, während 18 Prozent dank digitalen Medien gemeinsame Interessen und Gesprächsthemen entdecken.

Wunsch nach Unterstützung durch Plattformbetreiber und Schulen bei der Medienerziehung

Der Aussage «Ich fühle mich sicher und fähig, mein Kind beim Umgang mit Handy, Internet und sozialen Medien gut zu begleiten» stimmen 57 Prozent eher und 30 Prozent vollkommen zu. Zur Unterstützung der Medienerziehung wünschen sich die befragten Familien vor allem einen besseren Schutz von Kindern durch die Social-Media-Anbieter (49 Prozent) sowie Handy-Verbote in der Schule (49 Prozent). 47 Prozent halten eine allgemeine Unterstützung durch die Schulen und 44 Prozent gesetzliche Beschränkungen, zum Beispiel ein Mindestalter für Social Media, für wünschenswert.

Eltern fühlen sich kompetent, ihren Kindern den Umgang mit Geld zu vermitteln

Der Aussage «Ich fühle mich sicher und fähig, meinem Kind den Umgang mit Geld und Finanzwissen zu erklären» stimmen 51 Prozent der Befragten eher und 40 Prozent vollkommen zu. Gleichzeitig sagt knapp die Hälfte der Familien (47 Prozent), dass es mehr gute Bildungsangebote zu Finanzthemen für Kinder und Jugendliche braucht.

Finanzielle Erziehung: Mütter und Väter stehen ähnlich oft in der Verantwortung

Bei 63 Prozent der Familien erklärt hauptsächlich die Mutter, bei 58 Prozent der Vater den Kindern den Umgang mit Geld. Mütter und Väter können dabei gleichzeitig die Hauptverantwortung tragen. Die Verantwortung, Kindern und Jugendlichen den Umgang mit Geld zu vermitteln, sehen die Befragten klar bei den Eltern (81 Prozent), ergänzt durch die Schule (55 Prozent). Andere Stellen und Organisationen spielen eine untergeordnete Rolle.

Familien mit kleinen Kindern erleben ihre finanzielle Situation häufiger als angespannt

47 Prozent der befragten Familien geben an, dass ihr Haushaltseinkommen für das gemeinsame Familienleben reicht. 46 Prozent sagen, dass ihr Einkommen knapp reicht und 7 Prozent, dass das Einkommen nicht reicht. Die Wahrnehmung der eigenen finanziellen Situation bleibt damit im Vergleich zu den Vorjahren insgesamt stabil. Familien mit kleinen Kindern zwischen 0 und 3 Jahren geben mit 53 Prozent besonders häufig an, dass ihr Einkommen nur knapp ausreicht.

Eva-Maria Kaufmann Rochereau, Direktorin von Pro Familia Schweiz, sagt: «Deutlich wird, unter welchem Druck viele Familien stehen, insbesondere aufgrund steigender Kosten, aber auch durch Herausforderungen im digitalen Alltag und bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Trotz hoher Zufriedenheit im eigenen Familienleben blicken viele mit Sorge in die Zukunft. Entscheidend sind deshalb verlässliche Rahmenbedingungen, die Familien nachhaltig entlasten und stärken.»

Daniel Mutz, Leiter Vertrieb & Marketing bei Pax, sagt: «Geldthemen bewegen Familien in der Schweiz besonders stark. Umso wichtiger ist es, dem Nachwuchs ein grundlegendes Finanzwissen und die Kompetenzen zum Umgang mit Geld zu vermitteln. Dass sich die Mehrheit der Familien dazu in der Lage fühlt, ist erfreulich. Gleichzeitig zeigen die Studienresultate, dass zusätzliche Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche einen wichtigen Beitrag leisten können.»

Der vollständige Bericht «Schweizer Familienbarometer 2026 – Was Familien in der Schweiz bewegt» ist ab dem 12. März 2026 unter familienbarometer.chverfügbar.

Über das Schweizer Familienbarometer

Das Schweizer Familienbarometer wurde 2023 von Pro Familia Schweiz und Pax lanciert und bildet als fundiertes Messinstrument die aktuelle Lebensrealität von Familien in der Schweiz sowie deren Wandel über die Zeit ab. Das Familienbarometer wird jährlich erhoben und schafft eine langfristige Datenbasis für familien- und sozialpolitische Debatten sowie den unternehmerischen Diskurs. Für die vierte Ausgabe des Schweizer Familienbarometers hat das Beratungs- und Forschungsunternehmen Empiricon AG im Auftrag von Pax und Pro Familia Schweiz im Zeitraum vom 10. November bis zum 27. November 2025 insgesamt 2'036 Familien aus allen Landesteilen der Schweiz über ein repräsentatives Online-Panel befragt. Um der Vielfalt heutiger Familienformen Rechnung zu tragen, wurden bei der Auswahl der Teilnehmenden keine Vorgaben oder Einschränkungen hinsichtlich Familienkonstellation gemacht. Detaillierte Angaben zum methodischen Vorgehen finden sich im Studienbericht.

Über Pro Familia Schweiz

Pro Familia Schweiz ist der Dachverband der Familienorganisationen und das Kompetenzzentrum für Familienpolitik der Schweiz. Pro Familia Schweiz vertritt zahlreiche Familien- und Elternorganisationen der Schweiz. Der Verband beobachtet seit über 80 Jahren die Entwicklungen innerhalb der Gesellschaft, welche die Lebensbedingungen der Familien beeinflussen und damit einhergehend die Rolle der Väter, Mütter und Kinder neu definieren.

Über Pax

Die Pax, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG, ist unter dem genossenschaftlichen Dach der Pax Holding organisiert. Sie bietet massgeschneiderte Lösungen in der privaten und beruflichen Vorsorge an. Ihr Anspruch ist es, Vorsorge einfach zu gestalten. Kundinnen und Kunden von Pax sind gleichzeitig Genossenschafterinnen und Genossenschafter. Sie profitieren von einer nachhaltig ausgerichteten Unternehmensführung und sind am finanziellen Erfolg beteiligt. Pax verfolgt eine verantwortungsvolle Geschäftstätigkeit und pflegt eine vorausschauende, direkte und verlässliche Beziehung zu ihren Anspruchsgruppen. Im Jahr 2026 feiert Pax ihr 150-jähriges Jubiläum.

Kontakt Medien

Pax

Samuel Wernli
Leiter Unternehmenskommunikation

media@pax.ch
+41 61 277 62 62

Pro Familia Schweiz

Eva-Maria Kaufmann Rochereau

eva-maria.kaufmann@profamilia.ch
+41 76 276 22 07

Zukunftsgerichtete Aussagen

Die vorliegende Medienmitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen, welche die derzeitigen Ansichten des Managements wiedergeben. Die künftigen tatsächlichen Resultate können wesentlich davon abweichen, namentlich aufgrund von Faktoren wie Marktumfeld, Nachfrage nach den Produkten der Pax Gruppe, legislatorische und regulatorische Entwicklungen, Währungsschwankungen sowie Entwicklungen an den Finanzmärkten (nicht abschliessende Aufzählung). Aussagen zum Wachstum sind keine Gewinnprognosen und dürfen nicht derart interpretiert werden, dass künftige Ergebnisse die hier veröffentlichten Zahlen erreichen oder übertreffen werden. Die Gesellschaften der Pax Gruppe übernehmen keine Verpflichtung zur Aktualisierung der hier getroffenen Aussagen aufgrund neuer Ereignisse oder sonstiger Gründe.