Über was wird abgestimmt? Am 7. März 2010 stimmt das Schweizer Volk über die Anpassung des Mindest-umwandlungssatzes in der obligatorischen beruflichen Vorsorge ab. Die Vorlage sieht vor, den Satz ab 2016 bei 6,4 Prozent festzusetzen, um das finanzielle Gleichgewicht der zweiten Säule zu sichern.
Mindestumwandlungssatz: Um was geht es? In der beruflichen Vorsorge dient der Umwandlungssatz dazu, das Altersguthaben in eine jährliche Rente umzuwandeln. Für die obligatorische berufliche Vorsorge gilt ein Mindestumwandlungssatz. Pensionskassen, die eine über das gesetzliche Minimum hinausgehende Vorsorge anbieten, können einen abweichenden Umwandlungssatz anwenden, solange die erbrachten Leistungen mindestens den gesetzlichen Leistungen entsprechen.
Wie wird der Mindestumwandlungssatz festgelegt? Die Renten der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge finanzieren sich über das von den Versicherten angesparte Altersguthaben und den Kapitalerträgen daraus. Die Umwandlung von Alterskapital in eine Rente hängt demnach hauptsächlich von zwei zentralen Faktoren ab: der Lebenserwartung der Pensionierten und der Renditeerwartung auf dem Altersguthaben.
Weshalb muss der Mindestumwandlungssatz angepasst werden? Die neusten Statistiken zeigen, dass die Lebenserwartung weiter ansteigt, und zwar noch schneller als ursprünglich angenommen. Ausserdem werfen risikoarme Kapitalanlagen tendenziell weniger ab, und der erforderliche Finanzierungsanteil kann damit nicht erwirtschaftet werden. Eine Anpassung des Mindestumwandlungssatzes ist also erforderlich.
Was ist die Position der PAX? Damit auch für die kommenden Generationen in Zukunft eine sichere Rente entrichtet werden und die Stabilität der beruflichen Vorsorge langfristig gesichert werden kann, unterstützt die PAX die Vorlage des Bundesrates zum fairen Umwandlungssatz mit einem klaren JA.
Downloads: Merkblatt PAX BSV - Das Wichtigste in Kürze FAQ Glossar
Links: Abstimmungsresultat Bundesamt für Sozialversicherungen BSV Schweizerischer Versicherungsverband (SVV) Komitee «Fairer Umwandlungssatz für sichere Renten»
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